Mit einer starken kämpferischen Leistung gelingt den Vienna Timberwolves gegen die Swarco Raiders Tirol die Revanche für die Cup-Niederlage zu Beginn der heurigen Saison. Paul Kircher stellt mit vier Freiwürfen in den Schlusssekunden den Sieg sicher.
Ausgeglichene erste Hälfte
Die Gäste erwischen den besseren Start und gehen rasch mit 5:13 in Führung. Nach einer Timberwolves Auszeit setzen sich die Gäste vorerst weiter auf 7:17 ab. Danach kommt aber die Offense der Wölfe immer mehr auf Touren. Tyrone Unger sorgt mit zwei erfolgreichen Baseline-Dreiern für die erste Führung der Wölfe. Der starke Rico Hupdauf wird zur Pausensirene im Wurf gefoult und gleicht mit drei erfolgreichen Freiwürfen zum 21:21 aus.
Das zweite Viertel verläuft dann komplett ausgeglichen. Kein Team kann sich um mehr als vier Punkte absetzen. Bei den Timberwolves verteilt sich das Scoring wie immer auf viele Schultern und auch die Bankspieler bringen viele wichtige Impulse. Die Raiders verlassen sich offensiv neben Hupfauf vor allem Dennis Kaltenbrunner, der von seinem Bruder 3×3 Europameister Nico Kaltenbrunner angefeuert wird. Mit 35 zu 35 geht es in die Pause.
Hart umkämpfter Krimi bis zum Schluss
Die Wölfe starten optimal in das dritte Viertel und stellen innerhalb von nur zwei Minuten auf 46:38. Die schnelle Auszeit der Tiroler bricht allerdings den Flow komplett. Es folgt eine minutenlange „Korbsperre“ bei den Heimischen und damit ein 16:2 Run der Gäste. Erst zwei Freiwürfe von Jakob Konzet zum Viertelendstand von 50:54 brechen die Korbflaute der Timberwolves.
Zwei erfolgreiche Dreier von Janis Tomaschek bringen die Wölfe rasch wieder in Führung, bevor für ihn das Spiel wegen fünf Fouls frühzeitig beendet ist. Das Match ist an Spannung nicht zu übertreffen. In den letzten fünf Minuten wechselt die Führung zwischen den beiden Teams mehrfach hin und her. 60 Sekunden vor dem Ende bringt Kerim Dragolj die Timberwolves per Lay up mit 70:69 in Führung. Erath gleicht mit einem von zwei Freiwürfen aus. Nach einem Timberwolves Turnover wird Hupfauf 12 Sekunden vor dem Ende gefoult und verwertet beide Freiwürfe zum 70:72. Aus der Auszeit laufen die Timberwolves ein perfektes Play bei dem Paul Kircher unsportlich gefoult wird. Unser Youngster verwertet beide Freiwürfe sicher. Beim nächsten Play mit nur noch fünf Sekunden auf der Spieluhr wird Paul Kircher wieder unter dem Korb frei gespielt und erneut gefoult. Abermals versenkt er eiskalt beide Freiwürfe zur 74:72 Führung. Die Raiders bekommen noch einen letzten Distanzwurf, der aber zum Glück nicht sein Ziel findet. Die Vienna Timberwolves um Paul Kircher, der von den Fans zum Player oft he Game gewählt wird, jubeln nach diesem spannenden Krimi über den vierten Saisonsieg!
Stimme zum Spiel:
Justin Schlünken (Head Coach): „Wir freuen uns sehr über einen hart erkämpften Sieg und sind stolz auf Paul, der als Rookie in der entscheidenden Phase alle 4 Freiwürfe trifft.“
Vienna Timberwolves : Swarco Raiders Tirol 74:72 (21:21, 14:14, 15:19,24:18)
Vienna Timberwolves: Karian 12, Tomaschek 11, Siegmund 10, Kircher (5 Ass) & Unger je 8, Cantor & Seher je 7, Konzet 6 (5 Ass), Dragolj 3 (7 Reb), Balau 2, Ogbevoen
Swarco Raiders Tirol: Kaltenbrunner 20, Hupfauf 16, Pircher 10 (4 Blk), Toussaint 7, Cisse 6, Hölzer 5, Erath L. & Spasojevic je 3, Nemcec 2; Erath F. & Mehmed